5G – Informationsabend 29.01.2020

Die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz hat am 29.01. im Sozialwissenschaftlichen Gymnasium  in Bruneck einen Informationsabend zur Mobilfunktechnologie 5G organisiert.

Umweltlandesrat Vettorato informierte gemeinsam mit Luca Verdi (Direktor im Labor für Luftanalysen und Strahlenschutz der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz) und Daniele Mandrioli (Medinziner, Mitarbeiter des Krebsforschungszentrums „Cesare Maltoni“ vom Ramazzini-Institut in Bologna). Bürgermeister Roland Grissmair informierte über die gesetzliche Lage hinsichtlich Errichtung von Sendemasten.

Es wäre angebracht zuerst Studien zur Strahlenbelastung von 5G zu machen und dann die Technologie einzuführen.

Daniele Mandrioli – Istituto Ramazzini

Anbei die wichtigsten Punkte des Abends:

  • Der Staat hat die Frequenzen für 5G für 6 Milliarden Euro versteigert und den Netzbetreibern somit die Rechte eingeräumt diese Frequenzen zu besetzen.
  • Die Gemeinde kann laut Bürgermeister Roland Grissmair wenig bis gar nichts gegen neue Umsetzer für 5G tun, sofern die Betreiber sich an die Grenzwerte und die rechtlichen Vorschriften halten.
  • Erst 2018 wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass bestimmte Frequenzen der bestehenden Elektromagnetische Felder auch durch “nicht-thermische Einwirkung” krebserregend sein können.
  • Die Studien von 2018 wurde unabhängig vom Istituto Ramazzini in Italien und vom NTP in den USA durchgeführt. Beide kamen zu fast identischen Ergebnissen.
  • Elektromagnetische Felder sind aktuell vom IARC als “möglicherweise Krebserregend” (2B) eingestuft. Dies ohne Berücksichtigung der Erkenntnisse von 2018.
  • Innerhalb 2025 wird das IARC überprüfen ob Elektromagnetische Felder möglicherweise in die Kategorie 2A (vermutlich krebserregend) gehoben werden.
  • Es gibt weltweit KEINE EINZIGE STUDIE die nachweist, dass 5G für den Mensch gesundheitlich unbedenklich ist.
  • Die aktuellen gesetzlichen Grenzwerte hinsichtlich Strahlenbelastung durch Mobilfunk in Italien sind für den Endverbraucher besser (da niedriger) als im Rest Europas und den USA.
  • Aktuell versuchen Lobbyverbände die Grenzwerte Italiens an die europäischen Werte anzupassen. Das würde die Strahlenbelastung vermutlich um das 10-fache erhöhen.
  • Die größte Belastung für den Einzelnen geht vom Smartphone aus, nicht vom Umsetzer.
  • Entfernt man das Smartphone vom Kopf beim Telefonieren, z.B. durch “Vivavoce” nimmt die Strahlenbelastung drastisch ab.
  • Bluetooth-Kopfhörer sind sehr schlecht, da man die Strahlenbelastung in das Ohr und somit in den Kopf bringt.
  • Laut Daniele Mandrioli vom Ramazzini-Institut wäre es angebracht zuerst Studien zur Strahlenbelastung von 5G zu machen und dann die Technologie einzuführen.

Der Verein Primum Non Nocere fordert den unmittelbaren Stop des Einsatzes der 5G-Technologie und unabhängige Studien. Solche Stops wurden weltweit schon erfolgreich umgesetzt, zum Beispiel in Brüssel.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bruessel-stoppt-5G-Pilotprojekt-wegen-Strahlungsbedenken-4367543.html

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